Schmerzensgeld bei Polenböllerexplosion

Das Amtsgericht Tiergarten hat einer Polizeibeamtin ein beachtliches Schmerzensgeld in Höhe von 4.000 Euro zugesprochen. Ein Polenböller detonierte in ihrer unmittelbaren Nähe und verursachte anhaltende Beschwerden.

Der gezielte Wurf des Polenböllers  auf die Polizeibeamtin

Am Tag des Fußball WM-Finales im Sommer 2014 hielt sich der Angeklagte G. auf der Berliner Fanmeile auf. Der Angeklagte war im Besitz eines Polenböllers und warf diesen gezielt in die Richtung der dort eingesetzten Beamtin. Hierbei nahm er etwaige Verletzungen billigend in Kauf. Der Böller detonierte direkt vor ihren Füßen und verursachte einen besonders lauten Knall.

Die Polizeibeamtin litt infolgedessen unter starken Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und einem lautem Pfeifton auf ihrem rechten Ohr. Die Beeinträchtigungen hielten die nächsten drei bis vier Monate an. Außerdem begab sie sich in physiotherapeutische Behandlung.

Verurteilung auf Grund gefährlicher Körperverletzung

Die Ermittlungsbehörden leiteten gegen den Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren ein. Schließlich verurteilte ihn das Amtsgericht Tiergarten wegen gefährlicher Körperverletzung, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und unerlaubtem Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen (§§ 223 Absatz 1, 224 Absatz 1 Nr. 2308 Absatz 1 und 4, 52, 56 StGB, 40 Absatz 1 Nr. 3 SprengG) zu acht Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zusätzlich sprach das Gericht der Polizeibeamtin ein Schmerzensgeld in Höhe von 4.000 Euro zu.

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